4 Tage Berlin

Das letzte Mal als ich in Berlin war, liegt nun auch schon wieder fast ein Jahr zurück und ich war total glücklich als wir endlich unsere Klassenfahrt in die Haupstadt starteten.

Montag morgen ging es los und nach langen 7 Stunden Fahrt sind wir in unserem Hostel angekommen, welches leider sehr einfach gehalten war und außer den sechs Betten gab es in unserem Zimmer so gut wie keine Möbel. Am Nachmittag ging es dann gleich los zu einem Stadtrundgang. Es war zwar total interessant, doch ich finde, dass man mit einer Stadtrundfahrt einen viel besseren Eindruck der Stadt bekommt, denn durch Laufen kann man nicht besonders weite Strecken zurücklegen. Als wir abends, nach einer Führung durch den Reichstag, noch auf das Dach durften, hatten wir total Glück, denn die Abendsonne war wunderschön und perfekt zum fotografieren. Ein Besuch der Reichstagskuppel kann ich auf jeden Fall empfehlen, denn nicht nur der Blick nach unten in den Bundestag sondern auch über die gesamte Stadt ist einmalig. Wir waren gegen neun Uhr fertig und erstmal ein bisschen überfordert, denn wir hatten noch nichts gegessen und keiner meiner Freunde kannte sich wirklich gut aus in Berlin. Nach kurzer Suche haben wir uns dann entschieden im Sushi Club Yakoolza zu essen und wir waren wirklich begeistert. Das Essen war super lecker, die Preise nicht besonders teuer und die Kellner richtig nett, also auf jeden Fall empfehlenswert.

Der zweite Tag fing meiner Meinung nach viel zu früh an, doch die Stadtrundfahrt die wir gemacht haben, war glücklicherweise sehr entspannt. Zwei Stunden später ging es dann auch gleich weiter auf den Fernsehturm und auch wenn ich vorher schon mal oben war, finde ich den Ausblick einfach wunderschön und es ist etwas, was man in Berlin mal gemacht haben sollte. Danach hatten wir zum ersten mal wirklich Freizeit und konnten es kaum erwarten endlich zum Ku’-damm zu kommen. Drei Stunden später, mit hunderten Tüten und völlig fertig, haben wir uns abends noch an der East Side Gallery an der Spree getroffen. Ich muss wirklich sagen, dass das mein absolutes Highlight in Berlin war, denn im Sonnenuntergang an der Spree zu sitzen und zu picknicken ist wirklich einmalig schön.

Am nächsten Tag mussten wir sogar noch früher raus und haben uns auf den Weg nach Hohenschönhausen zu den Stasigefängnissen gemacht. Ich finde es wirklich erschreckend und teilweise gruselig zu sehen unter welchen Umständen die Menschen dort festgehalten wurden, für Dinge, die sie überhaupt nicht verbrochen hatten und zu falschen Geständnissen gezwungen wurden. Nach so einem Erlebnis mussten wir uns erstmal wieder ablenken und haben unsere nächste Shoppingtour gestartet, bevor wir dann zur Spreerundfahrt aufgebrochen sind. Mittlerweile hatten wir einen ganz guten Überblick über die Stadt bekommen, auch wenn die meisten Guides genau das selbe erzählten. Wir sind auch dazu übergegangen andere Menschen nach dem Weg zu fragen, wenn wir irgendwo hin mussten, denn das ging am schnellsten und einfachsten und die meisten Leute waren echt hilfsbereit. Nachmittags hat es dann angefangen zu regnen und die nächsten paar Tage kaum wieder aufgehört. Am Abend haben wir noch die Blue Man Show besucht. Es war ein bisschen extremer als ich es mir vorgestellt hatte, aber eine gute Abwechslung, falls einem normales Theater zu langweilig ist.

Der letzte Tag hat mit einem Besuch im DDR Museum begonnen, vor dem wir leider eine halbe Stunde warten musste, bevor wir reingelassen wurden. Das Museum war wirklich gut gemacht, mit einer Gefängniszelle, einer Wohnung und einem Aufzug aus der DDR. Man konnte alls benutzen und ausprobieren, was das Museum echt interessant gemacht hat. In der Pause danach haben wir die Mall of Berlin besucht und uns im riesigen Food Court einen Wrap und ein Frozen Jogurt von Immer Grün gekauft, was beides sehr gut geschmeckt hat. Insgesamt habe ich die ganze Woche vor allem Sandwiches und Couscoussalate zum Mitnehmen gegessen, da es einfach praktisch ist und auch eigentlich immer gut schmeckt. Im Regen sind wir dann zum Neuen Museum gerannt und haben dort klitschnass zwei Stunden mit Audioguides verbracht. Abends hatten wir eigentlich geplant in die Schülerdisko Matrix zu gehen, doch da wegen sehr starkem Regen viele Bahnen nicht mehr gefahren sind, mussten wir es nach hinten verschieben. Am Ende sind wir dann doch irgendwann durchnässt angekommen und haben unseren letzten Abend dort verbracht.

Am nächsten Tag musste ich leider wieder sehr früh aufstehen, denn ich bin gleich mit dem Zug nach Frankfurt weiter gefahren. Insgesamt hatte ich eine total schöne und anstrengende Woche und es hat wirklich Spaß gemacht sich in einer fast fremden Stadt selbst zurecht finden zu müssen und neue Dinge auszuprobieren.

 

Bundestag

Sushi Club Yakoolza

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